Springe zum Inhalt

20 Jahre Lukas-Gemeindediakonie


Mit einem Festgottesdienst im Gemeindeforum Auerberg feierten wir am Sonntag Kantate, 14. Mai 2017, das zwanzigjährige Bestehen unserer Lukas-Gemeindediakonie. Mit ihrem zentralen Angebot "Hilfe und Krankenpflege zu Hause" ist unsere ambulante Pflegeeinrichtung seit 1997 ein wesentlicher Bestandteil unseres Gemeindelebens. Rückblickend sagen wir dankbar: Das Zusammenbringen von professioneller Pflege und gemeindenah gelebter Nächstenliebe ist gelungen!

Dass sie zu einem Erfolgsmodell wurde, ist etwas Besonderes. Denn ambulante Pflege hat ihren Preis - der von den Kranken- und Pflegekassen nicht kostendeckend finanziert wird. Darum hatte das Presbyterium 1996 mit der Entscheidung zur Gründung gleich mit beschlossen, die Finanzierung von 20 Wochenstunden für das „diakonische Plus“ zu übernehmen. Ziel war es, einen gelungenen Übergang vom bewährten Modell der klassischen Gemeindeschwester hin zur professionell organisierten Alten- und Krankenpflege im Rahmen der neu eingeführten Pflegeversicherung zu erreichen, ohne die Gemeindeanbindung zu verlieren.

Seit etlichen Jahren hat die Lukas-Gemeindediakonie ihre maximale Größe mit bis zu 125 Patient*innen, zwölf haupt- und weiteren nebenamtlichen Mitarbeitenden in der Pflege erreicht. In dieser Größenordnung trägt sich die Einrichtung wirtschaftlich relativ gut, was bei der überdurchschnittlich hohen Fachkraftquote bemerkenswert ist.

In einer solitären Einrichtung ohne fachlichen „Überbau“ führt das Presbyterium durch seinen Diakonieausschuss die Fachaufsicht. Letztlich jedoch hat die Pflegedienstleitung nicht nur pflegerisch, sondern auch organisatorisch und wirtschaftlich hohe Verantwortung. Sehr erfolgreich war in dieser Hinsicht über ein Jahrzehnt das Leitungsduo Gertrud Otter und Stellvertreterin Petra Kensziora, die nach dem Ausscheiden von Gertrud Otter in den Ruhestand 2011 als Krankenschwester und Diplom-Pflegewirtin die Leitung übernahm, inzwischen mit Gudrun Scheliga in der Stellvertretung.
Auf die in den letzten Jahren immer spürbarer werdende Unterfinanzierung der Pflichtleistungen durch die Kranken- und Pflegekassen hat das derzeitige Leitungsduo reagiert.

Zur Absicherung der Einrichtung wurde 2014 ein Freundeskreis gegründet. Der Erfolg läßt sich sehen: Auch dank der Spendeneinnahmen kann die Frage, ob die Lukas-Gemeindediakonie in den nächsten Jahren weiterhin Bestand hat, derzeit positiv beantwortet werden. Doch es bleibt eine große Kraftanstrengung, die chronische Unterfinanzierung durch die Kostenträger aus eigenen Mitteln und mit eigenen Kräften zu kompensieren.

Einige charakteristische diakonische Merkmale der christlichen Grundhaltung sind:

  • Ein Gedenkgottesdienst für die Hinterbliebenen der im zurückliegenden Jahr verstorbenen Patient*innen wird von den Mitarbeitenden gestaltet.
  • Zu Gründonnerstag organisiert die Gemeindediakonie den Fahrdienst zu einem Abendmahlsgottesdienst, an dem ausdrücklich auch Patient_innen, die nicht mehr mobil sind, teilnehmen können. Die gemeinsame Feier ermöglicht es, den christlichen Glauben als Kraftquelle zu erleben.
  • Darüber hinaus vermitteln die Mitarbeitenden den Patient*innen bei Bedarf den Kontakt zum seelsorglichen Gespräch oder Hausabendmahl sowie viele Möglichkeiten der Teilnahme am Gemeindeleben, unabhängig von der eigenen Konfession.
  • Patient*innen können den wöchentlich stattfindenden Seniorenkreis an der Lukaskirche oder im Gemeindeforum besuchen. Sie können außerdem am Senioren-Mittagstisch teilnehmen.

So ist die Lukas-Gemeindediakonie eng verwoben mit dem Gemeindeleben, bis dahin, dass sie sich seit vielen Jahren am ökumenischen lebendigen Adventskalender beteiligt.

Nach 20 Jahren sagen wir: Herzlichen Glückwunsch und Dank, liebe Mitarbeitende der Lukas-Gemeindediakonie! Dank Euch gibt es diesen Leuchtturm als Modell dafür, wie diakonische Pflege in der Trägerschaft einer Kirchengemeinde trotz schwieriger Rahmenbedingungen erfolgreich möglich ist.

Michaela Schuster


Kontakt

Petra Kensziora (Pflegedienstleiterin)
Gudrun Scheliga (stellvertretende Pflegedienstleiterin)

Pariser Str. 51 - 53, 53117 Bonn
Telefon: 0228 637554
Fax: 0228 637543
Email: gemeindediakonie@lukaskirche-bonn.de
Sprechzeit: Mo - Fr 12.00 - 14.00 Uhr


Spenden

Jede Einzelspende ist hilfreich. Sprechen Sie uns gerne an!
Konto Lukas-Gemeindediakonie:
Sparkasse KölnBonn
IBAN: DE59 3705 0198 0000 0151 64


Eine ausführlichere Fassung des obenstehenden Textes finden Sie im Gemeindebrief "Lukas-Forum", Ausgabe 58, auf Seite 8.