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Ökumenischer Bibelkreis Auerberg

Terminänderung: Ab April 2018 trifft sich der Ökumenische Bibelkreis Auerberg immer am vierten Dienstag eines Monats.

Gemeinsam in der Bibel lesen

Logo: Ökumene im Bonner NordwestenSchon ca. 30 Jahre gibt es den Ökumenischen Bibelkreis in Bonn-Auerberg. In all diesen Jahren lesen einmal im Monat Christen verschiedener Konfession in der Bibel, sprechen darüber und entdecken immer wieder Neues.

Wie kann man in einem so alten Buch Neues entdecken? Da steht manches Wort, das gerne überlesen wurde, das auf den Tag wartete, an dem es fruchtbar wird. Es ist, als lese ein alter Mensch noch einmal die Liebesbriefe, die er in seiner Jugend erhalten hat, und schau, da glänzt manches Wort in einem neuen Licht. Und da sind die Christen anderer Herkunft, die erzählen, wie sie die Bibel lesen, was ihnen die Bibel bedeutet. Heute sind es selten konfessionelle Unterschiede, eher Blickweisen aus verschiedenen Lebensstilen. In den ersten Jahren des Ökumenischen Bibelkreis gab es Menschen, die den Krieg erlebt hatten, und Menschen, die später geboren wurden; sie schauten mit verschiedenen Augen in die gleichen Texte.

Immer wieder muss man auch die biblische Forschung befragen, aber spannender sind die Fragen, die das Leben stellt.

Der Ökumenische Bibelkreis im Auerberg trifft sich an jedem vierten Dienstag im Monat um 20.00 Uhr, abwechselnd im evangelischen Gemeindeforum und im Pfarrheim St. Bernhard. Interessenten, auch für einzelne Abende, sind herzlich willkommen.

Fritz Deutsch


Aktuell: Fünf Menschen, die mit Jesus verkehrten

  • Die Frau am Jakobsbrunnen, anonym, doch sie sieht als eine der Ersten die Chancen im Reich Gottes. Und wir sehen bei ihr einen ersten Schritt der Christen auf dem Weg zu einer Kirche für alle Menschen.
  • Petrus, die zentrale Gestalt der jungen Kirche, muss noch lernen, sich zu seinem Herrn zu bekennen.
  • Der sogenannte Lieblingsjünger. Er ist der Charismatische, er sieht, was andere nicht sehen, er ist die Alternative zu Petrus.
  • Die Schwestern aus Betanien zeigen uns, dass es nie nur eine Möglichkeit der Liebe gibt.

Und wir? Christentum ist zuerst Nachfolge Jesu. Die Beispiele der Fünf zeigen uns, dass Vertrauen, Neubeginn, Liebe das sein können, was Jesus das „passende Joch“ nennt, Mt 11,30, eben weder trivial noch aufreibend.

Fritz Deutsch

Termine, Themen und Texte

  • Dienstag, 28. August 2018, Pfarrheim St. Bernhard
    Johannes 4: Die Frau am Jakobsbrunnen
  • Dienstag, 25. September 2018, Evangelisches Gemeindeforum
    Lukas 22, Apostelgeschichte 10:Die zweite Chance des Petrus
  • Dienstag, 23. Oktober 2018, Pfarrheim St. Bernhard
    Johannes 13, Johannes 20: Der geliebte Jünger
  • Dienstag, 27. November 2018, Evangelisches Gemeindeforum
    Lukas 10, Johannes 12: Formen der Liebe

Kontakt

Fritz Deutsch, Telefon: 0228 672746


Erstes Halbjahr 2018: Psalmen

Die Psalmen waren das Gebetbuch Jesu und der ersten Christen, aus ihnen stammen viele Motive, mit denen seine Anhänger nach Ostern ihre Erfahrungen mit Jesus, seinen Tod und seine Auferstehung deuteten. Dadurch sind die Psalmen Kerntexte sowohl des jüdischen wie des christlichen Glaubens. Die Psalmen sind auch eine erstrangige Gebetsschule bis heute. Und wie die Fluchpsalmen zeigen, sind es keine Gebete für eine Schönwetterfrömmigkeit. Und nicht zuletzt sind sie Vorlagen einiger der schönsten Kirchenlieder. Genügend Gründe, sich mit ihnen zu beschäftigen.

Fritz Deutsch

Zweites Halbjahr 2017: Warum vier Evangelien?

Man hätte alles viel übersichtlicher, wenn es nur ein einziges Evangelium gäbe. Und keiner würde sich über die Widersprüche ärgern, die sich aus den vier unterschiedlichen Texten ergeben. Aber wäre das gut? Die alte Kirche jedenfalls hat sich dafür entschieden, die Botschaft Jesu gleich in vier verschiedenen Versionen zu erzählen. Der Reichtum der Botschaft war zu groß, um ihn in eine einzige Textversion zu pressen.

Da ist das knappe Evangelium nach Markus, in dem das Gottesreich als Alternative zum Römerreich verkündigt wird. Da ist das Matthäusevangelium, das uns Jesus als jüdischen Lehrer vorstellt, der die Thora ganz neu interpretiert. Dann haben wir den Lukas, der für einen gebildeten Römer schreibt, der sich ein eigenes Urteil über die Stichhaltigkeit der neuen Lehre bilden will. Ganz unauffällig steht hinter Matthäus und Lukas noch eine Überlieferung, die vor allem Sprüche und Aussagen bietet, und das schön symmetrisch zwischen Männern und Frauen verteilt, damals sicher kein Standard. Und dann gibt es noch das Johannesevangelium, dessen Szenen sich wie kleine Lesedramen ausnehmen. Und auch der Tod Jesu erscheint dort in einer anderen Deutung, die bis zu einer anderen Zeitstruktur geht.

Da in unserem Bibelkreis evangelische und katholische Christen gemeinsam die Bibel lesen, ist es für uns schön zu sehen, dass man von Anfang an gemeinsam aus verschiedenen Blickwinkeln die Botschaft Jesu vernommen hat.

Fritz Deutsch

Dienstag, 11.07.2017, Pfarrheim St. Bernhard
Matthäus 7,12; 22,36-40; 23,23; 25,34-45, Die Ethik Jesu

Dienstag, 12.09.2017, Evangelisches Gemeindeforum
Markus 16, Der doppelte Schluss

Dienstag, 10.10.2017, Pfarrheim St. Bernhard
Johannes 20 und 21, Wieder ein doppelter Schluss

Dienstag, 14.11.2017, Evangelisches Gemeindeforum
Markus 8,22-38; 9,30-37; 10,32-52, Belehrung der Jünger

Dienstag, 12.12.2017, Pfarrheim St. Bernhard
Lukas 1,1-4; 15,1-10; 24,36-49; Apostelgeschichte 1,1-8, Lesende als Richtende über die Zuverlässigkeit der Botschaft